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< Nur geringer Anstieg von Frauen in Managementpositionen
05.10.15 08:09 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt

Die Digitalisierung verändert die gesamte Arbeitswelt. Dazu gehören Geschäftsmodelle und Arbeitsprozesse sowie Wertschöpfungsketten und Märkte. Die IT-Branche und das Ingenieurwesen gelten als Vorreiter dieser Entwicklung. Damit verändern sich auch die Voraussetzungen für berufstätige Frauen.


Unternehmen müssen sich neu positionieren und anpassungsfähiger werden. Durch die Umgestaltung auf konsequente Kundenorientierung, systemische Vernetzung und Selbstorganisation ihrer Beschäftigten, versuchen Betriebe den neuen Herausforderungen zu begegnen.


Der digitale Umbruch in den Unternehmen hat weitreichende Folgen. Mit neuen Formen des Arbeitens, wie "Crowdworking", bei dem Selbstständige Aufträge über Online-Plattformen annehmen, sowie „Home Office“, entstehen neue Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während bisher in vielen Betrieben eine Präsenzkultur geherrscht habe, zählen in der neuen Arbeitswelt vor allem die Resultate.


Die Digitalisierung könne langfristig auch dazu führen, dass sich mehr Mädchen für bisher typische Männerberufe entscheiden. Der Einsatz von Robotern und neuen Fertigungstechniken eröffne Frauen neue berufliche Perspektiven auf gut bezahlte, gut abgesicherte Industriearbeitsplätze, äußerte sich Arbeitsministerin Andrea Nahles kürzlich im Berliner Tagesspiegel.


Noch sind Frauen in der digitalen Welt rar gestreut. Doch der Wille zur Veränderung ist da. Dabei gibt es schon jetzt Branchen, die effektiv um Frauen werben. Zum Beispiel die Spielebranche wirbt angestrengt um Frauen. Es ist ein ständig wachsender Markt, dessen Kunden mittlerweile fast zur Hälfte Mädchen und Frauen sind. Unter den Entwicklern kann man sie allerdings nicht so häufig finden, egal ob als Programmierer, Designer oder Spieletester. Der Personalbedarf verdoppelt sich hier alle zwei Jahre, sodass es hier künftig auf Frauen gar nicht mehr verzichtet werden kann.


Eine aktuelle Studie der Accenture GmbH, die weltweit als Managementberatung, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister für Industrie und den öffentlichen Sektor tätig ist, kam ebenfalls zu einem positiven Fazit. Dafür wurden weltweit 3.600 Frauen und Männer in 30 Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz, befragt. Frauen stehen diesen veränderten Anforderungen demnach selbstsicher gegenüber und sind in puncto Karriere im digitalen Zeitalter weiter auf dem Vormarsch. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sagt, dass die Unternehmen mehr tun, um Frauen auf Führungsrollen vorzubereiten. Der digitale Umbruch bietet also Chancen zur Verbesserung der Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten von Frauen. Dies ist jedoch kein Selbstläufer und erfordert eine wirksame gesellschaftliche und betriebliche Gestaltung.


Frau.Beruf.Gesundheit

Das Portal Frau.Beruf.Gesundheit bietet Frauen, vor allem auch Müttern, sinnvolle Ansätze zum (Wieder)-Einstieg in ein aktives Berufsleben. Dabei richtet sich die Plattform auch an alle, die eine bessere Work-Life-Balance anstreben und bietet Einstiegsmöglichkeiten in die flexible Zukunftsbranche Prävention, Fitness und Gesundheit.

So zum Beispiel mit den über 60 zur Verfügung stehenden nebenberuflichen Lehrgängen der BSA-Akademie. Mit diesen staatlich geprüften und zugelassenen Qualifikationen haben Teilnehmerinnen die Möglichkeit, nebenberuflich oder später sogar im Hauptberuf in die Fitness- und Gesundheitsbranche einzusteigen.

 

Link zur Studie: https://www.accenture.com/de-de/company-accenture-frauenstudie-2015.aspx