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< Frauen verdienen durchschnittlich immer noch weniger als Männer
30.11.15 16:42 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Familie und Karriere für Frauen nach wie vor schwer vereinbar?

Eine Umfrage der Thomson-Reuters-Stiftung und der Rockefeller-Stiftung will herausgefunden haben, dass es die Vereinbarkeit von Beruf/Karriere und Familie für in Deutschland lebende Frauen immer noch problematisch ist.


Nach Ansicht der deutschen Frauen sind Kind und Karriere nach wie vor ein schwieriges Vorhaben. Sie müssen dafür zum Beispiel längere Ausfallzeiten von der Arbeit in Kauf nehmen, als in anderen europäischen Ländern. Das belegt die Studie, für die 9.500 Frauen in 19 Ländern weltweit befragt wurden. Übertroffen werden die Deutschen bei der negativen Einschätzung ihrer Situation nur noch von den Japanerinnen. Während sich insgesamt 47 Prozent der befragten Frauen zuversichtlich zeigen, eine Familie haben zu können, ohne der Karriere zu schaden, liegt der Anteil in Deutschland lediglich bei 21 Prozent.
Überraschenderweise gehen befragte Frauen aus Schwellenländern optimistischer mit der Thematik um. Sie nehmen dank ihres Optimismus eine echte Vorbildrolle in der Befragung ein. Brasilianerinnen, Indonesierinnen oder Südafrikanerinnen liegen in der Umfrage weit vorne. Ein Grund könnte sein, dass die Frauen in diesen Ländern mehr Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch Verwandte erfahren. Außerdem haben Umfragewerte ergeben, dass niedrig bezahlte Haushaltshilfen und Hausangestellte dort eher verfügbar seien.


In Deutschland macht den Frauen vor allem die lange Ausfallzeit von der Arbeit zu schaffen. Dabei geht es weniger um die Dauer des Erziehungsurlaubs, sondern eher um die sinkenden Chancen danach beruflich wieder Fuß zu fassen. Viele arbeiten nur noch in Teilzeit, da 37 Prozent fürchten, ihren Kindern würde die ständige Abwesenheit der Mutter schaden beziehungsweise würde es das Mutter/Kind-Verhältnis negativ beeinflussen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind fehlende Kindertagesstätten und Ganztagsschulen.
Des Weiteren sind die Frauen in Deutschland sicher, dass Männer den besseren Zugang zu einem Arbeitsplatz finden und bessere Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten haben, gerade da sie seltener aufgrund von Erziehungsurlaub fehlen. Nur 21 Prozent der Frauen sind der Meinung, den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit zu bekommen. Für 64 Prozent der Frauen ist die gleichwertige Bezahlung aber wiederum entscheidend. Zu beachten ist jedoch, dass Deutschland mit 72 Prozent den zweithöchsten Anteil an erwerbstätigen Frauen unter allen G20-Staaten hat.


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Link zur Studie:
http://poll2015.trust.org/country/?id=germany