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08.12.16 09:35 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Doppelt so viele Krebserkrankungen wie noch vor 30 Jahren

In Deutschland gibt es heutzutage doppelt so viele Krebserkrankungen wie noch 1980. Rund 482 500 Menschen sind im Jahr 2013 an Krebs erkrankt. Dies konnte nun der erste Bericht zum Thema Krebs vom Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Bundesgesundheitsministerium aufzeigen…


Die Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen hat sich nahezu verdoppelt.

1980 erkrankten vergleichsweise „nur“ 280.000 Menschen an Krebs, 2013 waren es bereits 482.000. Das zeigt der aktuelle Bericht des RKI und des Bundesgesundheitsministeriums. Auch die Zahl der Todesfälle, die auf Krebserkrankungen zurückgehen, hat zugenommen. 1980 starben noch etwa rund 193.000 Menschen an den Folgen eines bösartigen Tumors, so waren es im Jahr 2014 ungefähr 224.000 Krebstote. Auch wenn diese Zahlen sehr deutlich scheinen, sollte man nicht davon ausgehen, dass Krebs eine zunehmend bedrohliche Krankheit sei. Das hat vor allem zwei Gründe: Die Lebenserwartung ist seit 1980 kontinuierlich gestiegen - und der wichtigste Risikofaktor dafür, dass Zellen entarten, der Körper sie nicht mehr selbst reparieren kann und sie zum Krebs auswachsen, ist nun mal zunehmendes Alter.

Immer mehr Früherkennungen
Es gibt jedoch einen weiteren Grund, warum in der Statistik immer mehr Krebserkrankte auftauchen. Mehr Tumore werden immer früher entdeckt. Die ist ganz klar von Vorteil, wenn die frühere Diagnose zu einer optimalen Behandlung führt und somit die Aussicht auf Heilung steigt. Das ist aber nicht immer der Fall. Unter den früh entdeckten Tumoren sind auch Krebsformen, die vielen Patienten zeitlebens nie Beschwerden bereiten würden, weil sie so langsam wachsen und so harmlos sind. Werden diese indes aufgespürt, steigt in der Statistik die Zahl der diagnostizierten Krebserkrankungen.

Lungenkrebs eher bei Frauen als bei Männern
Einen Anstieg beobachten die Forscher des Instituts vor allem bei den gefährlichsten Krebserkrankungen, nämlich dem Bauchspeicheldrüsenkrebs und bei bösartigen Lebertumoren. Da sich die Behandlungsergebnisse hier nicht signifikant verbessert hätten, führten diese Krebserkrankungen auch am häufigsten zum Tode. Seltener geworden sind dem Bericht zufolge Magen-, Darm-, Prostata- und Gebärmutterhalskrebs. Spürbar gesunken sind auch die Erkrankungsraten beim Lungenkrebs, allerdings nur bei den Männern. Der Hauptgrund dafür sind sinkende Raucherquoten. Bei den Frauen dagegen hat sich die Zahl der Lungenkrebsfälle weiter erhöht. Hier macht sich der deutlich gestiegene Raucherinnenanteil früherer Jahre bemerkbar.

Erkrankte Menschen werden heute älter
Menschen, die an Krebs erkranken und unter den Folgen sterben, werden heute im Schnitt 74 Jahre alt – vier Jahre älter als noch 1980. Auch die Zahl der Krebspatienten, die eine erfolgreiche Behandlung hinter sich haben, ist in Deutschland auf vier Millionen gestiegen. Gerade für diese Menschen wird ist es wichtig, nach der Krebserkrankung wieder in ein aktives Leben zu starten.

Mit „Aktiv leben nach Krebs“ zum Wiedereinstieg
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement entwickelte in Kooperation mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg das Kursprogramm „Aktiv leben nach Krebs“. Dabei handelt es sich um einen achtwöchigen Kurs für ehemalige Krebsbetroffene, der in Gruppen mit bis zu zwölf Teilnehmern in kooperierenden Fitness- und Gesundheitseinrichtungen umgesetzt wird. Hiermit soll ehemaligen Krebspatienten der Wieder/-Einstieg in ein aktives Leben geebnet werden und dazu ermutigt werden einen aktiven Lebensstil auch nach Abschluss des Kurses zu verfolgen.

Weitere Informationen:
"Aktiv leben nach Krebs"
Bericht des RKI