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15.03.18 11:41 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Weiterhin Frauenmangel in Führungspositionen

Noch immer haben relativ wenige Frauen Führungspositionen in deutschen Unternehmen inne und dies hängt nicht nur mit deren Berufswahl zusammen. Eine neue Auswertung des IW-Personalpanels 2017 zeigt, dass sich Frauen auch seltener auf Spitzenpositionen bewerben …


In den 30 DAX-Unternehmen waren Ende 2017 nur rund 13 Prozent der Vorstände von Frauen besetzt. Bezogen auf alle Unternehmen in Deutschland wird jedoch ein anderes Bild deutlich: Hier besetzen Frauen fast 29 Prozent der Führungspositionen, wie eine Auswertung des IW-Personalpanels 2017 zeigt.

Allerdings unterscheidet sich der Anteil von Branche zu Branche – die Spanne reicht von rund 17 Prozent in der Metall- und Elektro-Industrie über 27 Prozent bei unternehmensnahen Dienstleistern wie Steuer- und Unternehmensberatungen bis zu 35 Prozent bei gesellschaftsnahen Dienstleistungen, zum Beispiel im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Wodurch entsteht dieser Unterschied?
Die Suche nach der Antwort, warum so wenige Frauen auf dem Chefsessel sitzen, führt zunächst zu einem altbekannten Phänomen: Frauen wählen traditionell andere Berufe als Männer. In den Unternehmen der gesellschaftsnahen Dienstleistungen sind zum Beispiel fast 54 Prozent aller Beschäftigten weiblich, in der Metall- und Elektro-Industrie dagegen nur knapp 24 Prozent. Hierdurch ist es auch nicht überraschend, dass Dienstleister einen deutlich höheren Frauenanteil in den Führungspositionen aufweisen.

Frauen bewerben sich seltener auf Spitzenpositionen
Etwas anders sieht die Sache aus, wenn nicht der Frauenanteil an allen Beschäftigten zum Vergleich herangezogen wird, sondern geschaut wird, wie viele Frauen sich überhaupt auf Führungspositionen bewerben. Beispielsweise stammen in der Metall- und Elektro-Industrie nur rund 13 Prozent aller Bewerbungen auf Führungspositionen von Frauen – daran gemessen sind sie mit einem Anteil von gut 17 Prozent an allen Führungspositionen sogar überrepräsentiert. Eine mögliche Ursache für den im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft geringeren Frauenanteil unter den Bewerbungen könnte darin liegen, dass Frauen zeitlich meist eingeschränkter sind als Männer. Zum Beispiel, weil sie ihre Kinder betreuen oder häufiger hauswirtschaftliche Aufgaben übernehmen.