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18.07.13 11:04 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial bei Müttern und verheirateten Frauen

Mütter und verheiratete Frauen könnten nach einer Studie des Hamburgischen WeltWirtschafts Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (INSM) künftig eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt spielen…


Nach aktuellen Prognosen wird die Bevölkerungszahl von 81,55 Millionen Menschen (2010) bis zum Jahr 2060 auf 64,65 Millionen Menschen zurückgehen (vgl. Graphik Statista 2013). Zur Verringerung der Bevölkerungszahl kommt auch gleichzeitig eine alternde Bevölkerung hinzu. Waren im Jahr 2008 noch 61 Prozent der Bevölkerung zwischen 20 bis unter 65 Jahren, also im erwerbsfähigen Alter, sind es 2060 nur noch 50 Prozent, die am Berufsleben teilhaben werden (vgl. Graphik Statistisches Bundesamt).
 

 

Gleichzeitig werden durch steigende Anforderungen in der Berufs- und Arbeitswelt und eine immer noch zunehmende Globalisierung der Märkte die Ansprüche an die einzelnen Arbeitnehmer größer.


Aufgrund dieser Tatsachen hat das Europäische Statistische System 2011 eine so genannte erweiterte Potenzialrechnung vorgenommen, um eine Quantifizierung des Arbeitskräftepotenziales aufzuzeigen. Die vorliegende Statistik nimmt diese Potenzialrechnung als Anlass, um das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial für Deutschland zu ermitteln. Die vorliegende Studie hatte unter anderem das Ziel, die wesentlichen Personengruppen zu identifizieren, die ein Potenzial auf dem Arbeitsmarkt darstellen und Maßnahmen aufzuzeigen die helfen können, diese Arbeitskräfte zu mobilisieren. Im Fokus der Untersuchung standen unter anderem Mütter und verheiratete Frauen.


 
Arbeitskräftepotenzial bei Müttern auf 850.000 Personen geschätzt
Das Erwerbsverhalten von Frauen ist vorwiegend vom Familienzusammenhang, also vor allem von der Betreuung jüngerer Kindern, geprägt. Die Hauptgründe dafür, wenn Mütter gar nicht oder nur in Teilzeit arbeiten, sehen die befragten Frauen in einem mangelnden Kinderbetreuungsangebot und in den zum Teil hohen Preise der Kinderbetreuungseinrichtungen.


Maßnahmen um diesem „Missstand“ entgegenzuwirken sind laut den Verfassern der Studie ein  Ausbau der Ganztagsbetreuung für Vorschulkinder und der Ausbau der Ganztagsschulen.


Arbeitskräftepotenzial bei verheirateten Frauen bei 250.000 Personen
Verheiratete Frauen, auch ohne Kinder, seien im Vergleich zu unverheirateten Frauen am Arbeitsmarkt inaktiver. Hier hat laut der Studie nach wie vor die geschlechtsspezifische Rollenerwartung einen großen Einfluss. Auch steuerliche Veränderungen wie zum Beispiel die Abschaffung des Ehegattensplittings spielten eine Rolle dafür, so dass verheiratete Frauen vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden.


Als mögliche politische Maßnahme, um mehr verheiratete Frauen in der Arbeitswelt zu integrieren,  wird von den Verfassern der Studie der Übergang von Ehegattensplitting zur Individualbesteuerung in der Einkommenssteuer gesehen.  


Link zur vollständigen Veröffentlichung: http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Ungenutzte-Arbeitskraeftepotentiale-in-Deutschland.html
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