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14.10.13 15:10 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Aktuelles Aktuelles

Stress-Faktor Kind

Umfrage: Viele Frauen klagen über Mehrfachbelastung durch Erziehung, Haushalt und Beruf…


Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK Gesundheit empfinden viele Frauen ihr Kind als Stressfaktor. Befragt wurden 1.003 Frauen mit mindestens einem minderjährigen Kind.  


Haushalt, Beruf, Freizeitaktivitäten, Kinder

Frauen stehen häufig unter einer enormen Mehrfachbelastung und kämpfen sich durch eine Vielzahl von Aufgaben. Die Doppel- und Dreifachbelastungen, denen arbeitende Mütter zwischen Kindern, Beruf und Haushalt – bei aller „neuen Väterlichkeit“ – nach wie vor ausgesetzt sind, dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein.  Gleichzeitig lässt laut der Studie "Beziehungen und Familienleben in Deutschland" die Arbeitsteilung im Hinblick auf Haushalt und Kindererziehung immer noch vielerorts zu wünschen übrig. Denn herkömmliche Hausarbeiten wie Waschen, Kochen und Putzen werden nach wie vor hauptsächlich von den Frauen erledigt. Eine ähnliches Bild zeigt sich bei der Kinderbetreuung: Auch hier sind Frauen sehr viel stärker einbezogen als Männer. So ist für 75 % der befragten Frauen diese Mehrfachbelastung der wichtigste Stressfaktor. Für Mütter in Vollzeitbeschäftigung ist die Vereinbarkeit von Job und Familie mit 90 % besonders anstrengend. Als weitere Stressfaktoren wurden die Sorge um Krankheit oder Verletzungen der Kinder genannt, dies empfanden 37 % der befragten Frauen als belastend. Stress im Kindergarten oder Schule nannte ein Drittel als Stressfaktor. Für jede Fünfte sind finanzielle Probleme der Hauptgrund für einen belastenden Alltag als Mutter, Streit in der Familie folgt mit 20 %.


Mehrfachbelastung mit körperlichen und psychischen Auswirkungen

Die Herausforderung und Verantwortung als Mutter sind für Frauen auch mit körperlichen und psychischen Anstrengungen verbunden. So gab fast die Hälfte der befragten Frauen an, dass sie die körperlichen und psychischen Belastungen durch Kinder als sehr groß (17 %) oder groß (30 %) erleben. „Besonderen Stress empfinden Mütter mit mehreren Kindern und mit jüngeren Kindern im Alter bis zu fünf Jahren“, hieß es. Die Studie zeigt auch deutliche regionale Unterschiede. Nur 14 % der Frauen in Ostdeutschland geben eine sehr große Belastung an, während es in Baden-Württemberg mit 22 % deutlich mehr sind.


Trotz aller Anstrengung geben Kinder ihren Eltern auch Kraft und Energie

Laut Umfrage der DAK Gesundheit schätzen 83 % aller Mütter, dass die Kinder insgesamt einen positiven Einfluss auf ihre Gesundheit haben. Fast die Hälfte der befragten Frauen empfindet die Wirkung sogar als sehr groß. Anders als bei den Stressfaktoren zeigen sich bei dieser Frage kaum Unterschiede nach Alter, Region oder nach Anzahl und Alter der Kinder. Auch wenn der Alltag mit Kindern mühsam sein kann, offensichtlich kann die große Mehrzahl der Mütter diesen stressigen Lebensbedingungen ein Gefühl von Sinn und Bedeutung abgewinnen. Und das scheint auf jeden Fall positive Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben.


Link zur Forsa-Umfrage:

http://www.presse.dak.de/ps.nsf/Show/CBA505EF4C039765C1257B6400345E84/$File/201305_Ergebnisse_Muttertag_DAK-Gesundheit.pdf

Link zur Studie "Beziehungen und Familienleben in Deutschland":

http://www.beziehungen-familienleben.de/ergebnisse/arbeitsteilung.html

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Die Gesundheit ist unser kostbarstes Gut, das es zu hegen und pflegen gilt. Ob wir gesund sind, uns gesund fühlen und gesund bleiben, das liegt auch in unseren eigenen Händen. Gerade bei Frauen spielt dieses Wissen eine besondere Rolle, da sie in der Regel nicht nur für ihre eigene Gesundheit sorgen. Die Frau ist nämlich oft die "Präventionsmanagerin der Familie" (DIE SÄULE 4/2010). Drei von vier achten sehr auf die Gesundheit ihrer Familie, Freunde und Bekannten, bei den Männern sind es nur knapp über die Hälfte.
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