Stressbewältigung

Der menschliche Organismus ist weder dafür angelegt dauerhaft geschont noch dauerhaft überlastet zu werden. Optimal im Gleichgewicht befindet er sich, wenn ihm angemessene Herausforderungen gestellt werden. Sie empfinden einen positiven Stress und wenn Sie diese Herausforderung gemeistert haben, sind Sie stolz und genießen Ihr Erfolgserlebnis. Sowohl Unterforderung als auch Überforderung dagegen lassen Sie einen negativen Stress erleben, den Sie sowohl körperlich als auch geistig spüren können. Sie sind verspannt, neigen zu Rücken- und Kopfschmerzen, schlafen schlecht, sind gereizt, die Verdauung spielt verrückt. 

Finden Sie auch hier die Balance. Finden Sie heraus, was Ihre Stressoren sind, wie Sie kompetent mit Ihrem Stress umgehen und wie Sie für Entspannungen sorgen können.

Umgangssprachlich verwenden wir den Begriff "Stress" für viele unterschiedliche Dinge: 

  • für positiv erlebten Stress (Eustress)
  • für negativ erlebten Stress (Disstress)
  • für die Dinge, die Stress auslösen (Stressoren)
  • und für die Reaktionen, die der Stress auslöst (Stressreaktionen)

Die körperlichen Reaktionen, die Sie bei Stress spüren, sind in erster Linie eine ganz natürliche Antwort des Körpers auf die Anforderung, die an ihn gestellt wird. Noch aus ganz frühen Zeiten, in denen es einzig und allein darum ging, das Überleben des Menschen zu sichern, resultiert dieses System, das Sie in solchen Situationen blitzschnell leistungsbereit macht: das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Muskeln sind angespannt, der Blutzuckerspiegel steigt. Somit konnte der Mensch damals in kürzester Zeit, entweder die Flucht antreten oder einen Kampf beginnen. Danach erholte er sich und die vorher aktivierten Systeme im Körper wurden wieder herunter gefahren.

Problematisch ist heutzutage, dass diese Stressreaktionen zu oft und in zu kurzen Abständen erfolgen, die bereitgestellte Energie nicht verbraucht wird und die notwendigen Erholungsphasen viel zu kurz kommen. Auf Dauer können diese Stressreaktionen zum Problem werden: z. B. wenn die Muskeln dauerhaft verspannt sind , was zu Rücken- und Kopfschmerzen führt oder der Blutdruck langfristig erhöht ist.


Dabei hängt es , ob Sie eine Situation als Stress erleben oder nicht, sehr oft davon ab, wie Sie diese Situation bewerten und, wie Sie Ihre eigenen Fähigkeiten, mit der Situation umzugehen, einschätzen. 

Daraus lassen sich erste Ansatzpunkte ableiten, wie Sie Stress bewältigen können. Schritt eins ist, sich in Ruhe zu überlegen, welche Stressoren, als Stressauslöser, uns täglich begegnen. Welche davon können wir ausschalten? Welche können wir reduzieren? Nach dieser Vorsortierung werden schon einige wegfallen, aber natürlich auch einige bleiben. Mit diesen Punkten können Sie weiterarbeiten und sich überlegen: Wie kann ich mit diesen unvermeidbaren Stresssituationen anders umgehen? Welche Fähigkeiten muss ich erwerben, um diese Situation erfolgreich zu bewältigen? Und kann ich diese Situation auch anders sehen? Betrachten Sie die Situation auch einmal aus anderen Blickwinkeln. Vielleicht können Sie ihr dann anders entgegentreten.